Heldmaschine „Im Fadenkreuz“- anders als erwartet und doch altbewährt

Nachdem die Band „Heldmaschine“ im Vorfeld ihrer aktuellen „Im Fadenkreuz“ – Tour bereits ein rustikales und „Volles Brett“ als Leckerchen für ihre Fans am Start hatte, heißt es nun: „Wir haben fertig“!! What??? So überraschend kam der neue Silberling des Koblenzer Dampfhammers auf den Markt. „Im Fadenkreuz“ heißt das gute Stück, welches die Jungs nun auf ihrer gleichnamigen Tour dem musikbegeisterten Volk präsentieren.

Dabei strotzt dieses Album vor Kreativität und Selbstbewusstsein: die Band hat sich von genretypischen Einflüssen losgesagt und ihre musikalische Bandbreite voll ausgeschöpft. Da haben wir es uns nicht nehmen lassen, kurz rein zu horchen 😉

Mit „Leck mich fett“ und „Luxus“ zeigt die „Heldmaschine“ gleich zu Anfang des Albums, wer hier die Hosen an hat! Provokant, ehrlich, aktuelle Ereignisse an den Pranger gestellt, preschen die 5 Vollblutmusiker nach vorn. Gleichzeitig

„Heldmaschine“ @ „Rock uffm Bersch“. Picture by Stefan Altenfeld

nimmt sich Frontmann René Anlauff die Freiheit, das zu sagen, was er denkt! Dabei ist er nicht zimperlich und direkter denn je! Hier wird der Zuhörer alles andere, aber nicht weichgespült! Untermalt wird das ganze vom typischen Heldmaschine – Stil, der neben satten Gitarren auch reichlich elektronische Elemente beinhaltet. Hinzu kommt das beide Songs richtige Temp – Up Nummern sind, da juckt einem wirklich das Fell.

„Zwei Sekunden“ gehört zu einer der stärksten Nummern auf diesem Album. „Die Erde steht still. 2 Sekunden für ein Leben. Von Schuld, Schuld überrollt. Das hast du nicht gewollt…..“ Der tragische Text ist in einer Ballade verpackt, die ans Herz geht. Das Gitarrensolo zum Ende des Liedes, sorgt dazu für ein „Erpelpellen“ – Feeling vom feinsten. Etwas für echte Musikliebhaber!

„Heldmaschine“ @ „Rock uffm Bersch“. Picture by Stefan Altenfeld

„Die Geister Die Ich Rief“ ist im Gegensatz zu „Springt“ eine wohl eher untypische „Heldmaschine“ – Nummer. Leichte Metal – Einflüsse, gemischt mit Pop und den bekannten Elektronischen Elementen machen „Die Geister Die Ich Rief“ sowie „Springt“ zu zwei tanzbaren Gute – Laune – Krachern. Der Titel „Springt“ hat zudem einen hohen Wiedererkennungswert. Er reflektiert und polarisiert die Band, wie kein anderer. „Wir sind das Original. Ihr seid nur die Kopie“ heißt es dort. Welches unumstritten widerlegt: es gibt eben nur eine „Heldmaschine“! 😉

Wer bis hier hin meint, die „Heldmaschine“ fährt nur mit angezogener Handbremse, sollte sich mal die nächsten Titel „Härter“ und „Ich, Ich, Ich“ zu Gemüte führen. Hier wird musikalisch sowie gesanglich in die Vollen gegangen. Frontmann René Anlauff wurde schon häufig eine stimmliche Überlegenheit gegenüber anderen Musikern (wir wollen hier keine Namen nennen 😉 ), nachgesagt. Diese spielt er vor allem in den Songs „Härter“, „Die Geister Die Ich Rief“, „Leben“ und „Wie Ein Orkan“ aus.

„Heldmaschine“ @ „Rock uffm Bersch“. Picture by Stefan Altenfeld

„Gottverdammter Mensch“ ist nicht auf Anhieb der „Heldmaschine“ zuzuordnen. Eine Ballade die mit Sprechgesang, vom Aufbau und Text her, eine leichte Ähnlichkeiten zu Falcos „Jeanny“ aufweist. Aber………. dies liegt auch immer im Auge des Betrachters. Bei „Gottverdammter Mensch“ zeigt Sänger René Anlauff das ihm nicht nur „Neue Deutsche Härte“ liegt. Echte Könner ihres Handwerks, sind eben in fast jedem Genre zu Hause.

Der nächste Song erklärt sich fast von selbst „Klingt Wie Rammstein“. Muss man da noch viel zu sagen?? Nein und ja – kann man machen! Es ist immer noch eine eigenständige Nummer die zu 100% Heldmaschine widerspiegelt.

„Leben“ ist im Duett mit Hava Kagermann eingesungen worden. Eine starke Ballade in der „Neue Deutsche Härte“ auf Klassik trifft. Dieser Titel ist vom Text her sehr emotional und ist definitiv in die Kategorie „Stärkste Balladen der letzten 3 Jahre“ einzuordnen. Stärke liegt eben nicht immer in den lauten und durchdringenden Momenten. Die Kunst ist es, beide Seiten auszubalancieren.

„Wie Ein Orkan“ und „Maschinenliebe“ schrauben sich sauber durch den Gehörgang. Beide Titel laden zum eleganten Hüftschwung ein. Jedoch könnten die Songs unterschiedlicher nicht sein. „Maschinenliebe“ überrascht mit reichlich Einflüssen aus dem EBM Bereich. Vielleicht ein wenig

„Heldmaschine“ @ „Rock uffm Bersch“. Picture by Stefan Altenfeld

gewöhnungsbedürftig am Anfang. Trotz allem ein starker Kontrast zu „Wie Ein Orkan“, der wie eine getunte Version der „Neuen Deutsche Härte“ daher kommt. Zum Schluss wird eben noch mal richtig Gas gegeben.

Etwas in eigener Sache. Eingetretene Pfade zu verlassen um neue Wege zu gehen, ist eines der wichtigsten Merkmale, die diese Band auszeichnen. Das dieses Album abwechslungsreicher als alle anderen daher kommt, ist nicht von der Hand zu weisen. Genau dieses Experimentieren mit den verschiedenen Stilrichtungen hat sich schon in der Vergangenheit als sehr erfolgreich erwiesen. So verzeichnet die Band eine sich stetig wachsende Fanbase, auch außerhalb Deutschlands. Auftritte auf DEN großen Szene Festivals der Nation sind daher keine Seltenheit und vergrößern noch einmal den Bekanntheitsgrad. Wenn es textlich gesehen auch zu geht, wie ein Fichtenmoped im Wald (was allerdings auch dem aktuellen Dünnschiss in der Welt zuzuschreiben ist), gibt es eine klare Kaufempfehlung für dieses Album! Da die Bühnenshow und die Liveauftritte der Band immer sehr spektakulär sind dürfen sich die Besucher der „ Fadenkreuz – Tour“ auf ein Konzerterlebnis der besonderen Art freuen.

Bedenkt immer: ihr bekommt hier kein aufgewärmtes Büchsenfutter! Euch erwarten 12 neue Songs aus eigener Feder!

„Mut steht am Anfang des Handelns, Glück am Ende.“ (Demokrit, griechischer Naturphilosoph)

 

-> Beitragsbild copyright by think tank ART (http://www.think-tank-art.de/)

-> Bilder Text copyright by Stefan Altenfeld

Copyright by think tank ART/“Heldmaschine“

Die „Nacht Der Helden“ verabschiedet das musikalische Jahr 2018 gebührend

Der Koblenzer Dampfhammer „Heldmaschine“, präsentierte zum Abschluss diesen Jahres die „Nacht Der Helden“.  An den Abenden des 28. und 29.12. besuchten zahlreiche Fans der sogenannten „Neuen Deutschen Härte“, diese Veranstaltung. Im Capitol in Hannover und in der Turbinenhalle in Oberhausen wurde dieser Jahresausklang gemeinsam gefeiert. Das Festival wurde von dem Tourleiter der Band „Heldmaschine“, Mario Thomas und Co – Organizer „MayBe“, vor 2 Jahren erfolgreich aus dem Boden gestampft. Tatkräftig unterstützt wurde die Band dabei in diesem Jahr von „apRon“, „Maerzfeld“ und „Stahlmann“. Zusammen boten sie den Besuchern eine unvergessliche Show! Für die Homepage waren wir in Oberhausen zu Besuch, aber lest selbst ………. 😉

Picture by Holger Bär – „Alldark-foto“

In der gut gefüllten Turbinenhalle II startete der Abend mit der Band „apRon“. Die Wahl des Openers hätte hier nicht besser sein können. Die 4 Musiker aus München sind Freigeister der Musikszene. Sie selber bezeichnen ihren Stil als „diabolische Zirkusmusik“, die mit Einflüssen aus Disco/Metal, Punch/Rock und „Confetti/Core“, bunter und schriller nicht hätte sein können. Und „Konfetti“ ist genau das Stichwort: während der Show der Jungs um Frontmann Till Herence, sollte man sich auf reichlich bunte Papierschnipsel von oben einstellen. 😉 „apRon“ leben auf der Bühne ihre „diabolische Zirkusmusik“ in vollen Zügen aus. Sie sind sich für keinen Schabernack zu schade und machen dabei den Besuchern musikalisch richtig Feuer unterm Hintern. Die Besucher werden von dem Quartett auf eine musikalische und optische Reise mitgenommen. Schriller, bunter, lauter, das Ganze noch mit deutschen Texten untermalt, sind „apRon“ definitiv eine Klasse für sich. Die Band und die Besucher hatten an diesem Abend sichtlich ihren Spaß. 😉

Picture by Holger Bär „Alldark-foto“

Guter Dinge und schon leicht auf Betriebstemperatur gebracht, gab es mit der Band „Maerzfeld“, süddeutschen Rock/Metal im Stil der „Neuen Deutschen Härte“ auf die Ohren. Diese Band hat eine enorme Bühnenpräsenz, welche durch Frontmann Helfried „Heli“ Reißenweber noch einmal verstärkt wird. Musikalisch treffen hier wuchtige Gitarrenbretter auf ausdrucksstarke Balladen, sowie Temp-Up Nummern. Daher knüpfte die Band „Maerzfeld“ nahtlos an seinen Vorgänger an. Zudem wurde auch ersichtlich, wie stark mittlerweile die Fanbase der Musiker geworden ist. Sänger „Heli“ war sichtlich gerührt über den Zuspruch und die Energie, die die Besucher der Band entgegenbrachte. Ich empfand es als eine Welle der Euphorie, die Musiker und Besucher zusammen getragen hat und welche man nur schwer in Worte fassen kann. Welches aber noch charakteristisch für diesen Abend sein sollte…….

Picture by Holger Bär „Alldark-foto“

Energiegeladen ging es weiter. Die Göttinger Band „Stahlmann“ um Sänger und „Showman“ Martin „Mart“ Soer, ist ein echtes Kraftpaket. Sie stellte an diesem Abend unmissverständlich klar, weshalb die Band nun seit mittlerweile 10 Jahren ihren Platz im Musikgeschäft erfolgreich verteidigt. „Stahlmann“ bietet dem Publikum eine Bühnenshow, die es mit den ganz großen aufnehmen kann. Die Band ist pures „Adrenalin“, um es mit einem Songtitel aus dem 2013-er Album „Adamant“ zu beschreiben. Dieses „Adrenalin“ sprang wie ein Feuer auf die Besucher über. Die Fans gaben zusammen mit den Musikern alles und ließen deren Songtexte laut erhallen. Eine Band, die förmlich „Süchtig“ macht! Eine Band, die aus der „Neuen Deutschen Härte“ – Szene nicht mehr weg zu denken ist. Brutal ehrliche und schonungslose Texte, die passend mit Alternative Metal untermalt werden, sind eine der Stärken dieser Band. Hier gibt es unverfälschte und waschechte Musik und kein Büchsenfutter.

Picture by Holger Bär „Alldark-foto“

Mit dem Hauptact und dem Veranstalter der „Nacht Der Helden“ ging es im Anschluss in eine rauschende Ballnacht. Zu den Klängen von „Himmelskörper“ stieg die „Heldmaschine“ wie ein Phönix aus der Asche empor. Für die musikbegeisterte Gemeinde gab es nun kein Halten mehr und es wurde pure Extase zelebriert und gelebt. Frenetisch und euphorisch wurde die Band gefeiert. Hier hat sich auch gezeigt, dass seit Gründung der Band im Jahre 2011 die Zahl der Fans förmlich durch die Decke geschossen ist. Daraus hat sich eine bestätige und auch starke Fanbase über die Jahre gebildet. Die Band „Heldmaschine“ um Frontmann René Anlauff hat es geschafft, mit ihrer Bühnenshow, ihren Texten, ihrer Nähe zu den Fans, ihre bodenständige Art, sowie dem Ehrgeiz, aus den sogenannten „Sparten“ auszubrechen. Sparten sind eben etwas für den Kleiderschrank und nicht für die Musikszene. Hier führen Freigeister das Zepter. Daher ist die „Heldmaschine“ mittlerweile eines der „Flagschiffe“ der „Neuen Deutschen Härte“ – Szene und aus selbiger nicht mehr wegzudenken.

Picture by Holger Bär „Alldark-foto“

So malerisch und gespenstisch, wie die Musiker eingehüllt im Nebel daher kamen, mit solcher Wucht preschten sie hervor und rissen die Besucher mit sich. Musikalisch wurde den Fans dabei das Beste aus 7 Jahren Bandgeschichte serviert. Sichtlich beeindruckt und überwältigt von dem Spirit, der die ganze Zeit über zwischen Publikum und Musikern herrschte, bedankte sich René Anlauff bei den Besuchern. Der Titel „Die Braut, Das Meer“ war/ist dabei wie eine Hommage der Musiker an die Fans zu deuten. Es zeigte an diesem Abend, wie eng verbunden beide Seiten waren. Die Band überzeugte aber nicht nur mit den energiegeladenen Songs, auch in den ruhigen Titeln liegt ihre Stärke. Der Song „Treibsand“ war an diesem Abend der beste Beweis dafür. „Mein Seelenruf,
er reißt an dir. Aus dunkler Nacht treibst du zu mir.“ heißt es in dem Titel. Schwarze Poesie gemischt mit brettharten Gitarrenwänden frohlockten die Besucher. Zwischenzeitlich bot die Band „Heldmaschine“ dem Publikum sogar

Picture by Holger Bär „Alldark-foto“

ein Drum – Solo von ihrem Schlagzeuger Dirk Oechsle, ein echtes Highlight dieser Veranstaltung. Während der ganzen Show war die Freude und die Leidenschaft, mit denen die Musiker ans Werk gingen, deutlich zu spüren. Es wurde auf der Bühne herum geflachst zu dem Titel „Gammelfleisch“. Dazu gab eine obligatorische „Jagd“ auf den Gitarristen Tobi, wie es viele aus Kinderzeiten kennen. 😉 Die ironische, sarkastische, witzige und lausbübische Situationskomik von Frontmann René Anlauff, rundeten dieses Bild ab. Der Spaß an der ganzen Sache kam hier defintiv nicht zu kurz. 🙂 Natürlich durften dabei die „Heldmaschine“ – Klassiker „Radioaktiv“, „R“, „Propaganda“ und „Das Mass Ist Voll“ nicht fehlen. Diese Titel haben sich zu richtigen Gassenhauern entwickelt und dürfen auf keiner „Heldmaschine“ – Party fehlen. 😉

Als besonderes Highlight präsentierte die Band einen neuen Song aus dem kommenden Album „Im Fadenkreuz“. „Springt“ lautete der Titel und diesem Aufruf folgten die Besucher ohne Umschweife. 😉 Ergo: der neue Song kam ziemlich gut an. 🙂 Verständlich, dass die Besucher und Fans ihre „Helden“ nicht von der Bühne lassen wollten. Unter tosendem Jubel gab es zum Abschied den David-Bowie-Klassiker „Heroes“ aus dem Jahre 1977 auf Deutsch. Es gibt eben Songs, die von zeitloser Schönheit sind und nie ihre Message verlieren. Genau richtig für diese Veranstaltung und ein würdiger Abschluss!

Picture by Bat-Things

An dieser Stelle einige Worte von unserer Seite:

Erst mal möchten wir uns im Namen von Bat-Things ganz herzlich bei allen Teilnehmern und Veranstaltern für so ein tolles Event bedanken. Ihr habt etwas großartiges auf die Beine gestellt, wofür wir euch sehr dankbar sind. Einer der leuchtensten Sterne am Festival Himmel, der, und das hoffen wir, noch sehr lange und sehr hell erstrahlen wird. Dieses Event lohnt sich in vielerlei Hinsicht: Zu fairen Eintrittspreisen wird eine musikalische und qualitativ hochwertige Show geboten. Die Magie und die Emotionen, die dabei den ganzen Abend über präsent waren, sind unbezahlbar. Auch das sich wieder die Tatsache bewährt, die vielen Bands anhaftet: Live sind sie einfach besser als auf CD gepresst. Wer ein Fan guter und ehrlicher Musik ist, die Zeit mit Gleichgesinnten verbringen möchte, um friedlich gemeinsam zu feiern, dem kann ich diese Veranstaltung nur ans Herz legen 🙂

Und nicht zu vergessen ein großes Dankeschön an Holger Bär für die Fotografischen Kunstwerke! Schaut doch einfach mal auf Facebook bei Holger vorbei 😉 https://www.facebook.com/AllDarkFoto/

Als besonderes Highlight gibt es „Die Nacht Der Helden“ dieses Jahr bereits im August! Auf der Festung Ehrenbreitstein in Koblenz, dürft ihr euch an einem hochkarätigen Line – Up erfreuen. Mehr Info’s findet ihr auf Facebook 😉 https://www.facebook.com/events/922068631297046/