„Licht An“ – Vorhang auf: Bühne frei für die erste Headliner-Tour von „Schattenmann“

Die Nürnberger „Deutsche Härte – Schubrakete 2.0″, genannt „Schattenmann“, startet mit großen Schritten in das neue Jahr. Mit neuer und bis ins Detail durchdachter Bühnenshow, geht es auf die Bretter, die die Welt bedeuten. Kurz um: in insgesamt 11 Shows geht es mit der „Licht An“-Tour quer durch die Clubs und Discotheken der Republik. Die „Neue Deutsche Härte 2.0“ um Frontmann

Frank Herzig – Vocals (Black Castle Festival)

Frank Herzig hat vorweg bei diversen Auftritten ihr Equipment und die Fans schon mal auf Betriebstemperatur gebracht. Dabei zogen sie u.a. mit Szenegrößen wie Megaherz, Unzucht und Hämatom durch die Lande. Aktuell kann man sie im Dezember noch auf der „Methämmer“-Tour von Feuerschwanz besuchen. Die positive Resonanz dieses Streifzuges, sowie das dringende Bedürfnis ihr aktuelles Album „Licht An“ der musikbegeisterten Gemeinde zu kredenzen, waren Motivation genug. Die Fans bekommen auf der „Licht An“-Tour aber nicht nur die typischen, nach Nürnberger Art, satten und fetten Gitarren um die Ohren. 😉

Schattenmann @ Black Castle Festival

Die Musikliebhaber dürfen sich auf eine, bis ins kleinste Detail durchdachte Bühnenshow freuen. Die Band hat es u.a. dadurch geschafft, auf großen Festivals, wie dem „M’era Luna“, dem „Hexentanz Festival“, dem „Rock4Peace“ und dem „Black Castle Festival“ ihr Können unter Beweis zu stellen. Damit haben die „Newcomer“ der Neuen Deutschen Härte Szene ein enormes Tempo an den Tag gelegt. Ende 2016 gegründet, kann man schon sagen, das den Jungs extrem das Fell juckt. 😉

Schattenmann @ Black Castle Festival

Aber nicht nur die Professionalität zeichnet die vier Nürnberger aus: durch ihre Nähe zu den Fans hat sich innerhalb kürzester Zeit eine starke Fanbase aufgebaut. Ich selber konnte auf dem „Black Castle Festival“ Teil dieser großen „Schattenmann – Familie“ sein. Frank Herzig und seine Jungs geben auf der Bühne wirklich alles, um den Besuchern eine Show zu bieten, die sie lange und gut in Erinnerung behalten. Daher haben „Schattenmann“ ein weiteres Highlight auf ihrer „Licht An“-Tour: als Support haben sie die Band „Florian Grey“ mit im Gepäck.

Picture by „Florian Grey“

Schon früh bestritt „Florian Grey“ als Solokünstler seine ersten Gehversuche in verschiedenen Bands und festigte so sein Können. Seine Arbeit ist damals wie heute geprägt von einem unermüdlichen Ehrgeiz. So kam es, dass „Florian Grey“ sich mit seinen heutigen Musikerkollegen zusammenfand. Durch seine Erfahrung formte und prägte er die Band. Zusammen brachten sie daher am 8.Mai diesen Jahres ihr zweites Album „Ritus“ auf den Markt. Das Album selbst ist etwas für echte Liebhaber: schwarz, melodisch, etwas Metal-lastig. Einflüsse aus den 80er und 90er verschmelzen hier zu einer Einheit. Ein Querschnitt aus der musikalischen Laufbahn des Singer/Songwriters. Auf dieser Tour wird daher musikalisch und optisch eine Menge geboten. Ein Besuch ist mehr als lohnenswert. 😉

Ihr könnt es kaum abwarten – ratet mal wer noch ? 😉

 

Hier geht’s zu den Ticket →

http://feuerschwanz.extratix.de/shop_band.php?id=27&kat=bands

https://www.deinetickets.de/shop/pluswelt/de/start/?g=658&fbclid=IwAR1V2UlsqNnG2DXkCceQzgFlFPzwQtpIrt-m6lHihY00gkzvGQxmTBXD8bc

Da Besucher immer willkommen sind, einfach mal vorbei schauen 🙂

-> https://www.facebook.com/schattenmannband/

-> https://www.facebook.com/floriangreyofficial/

 

„Burn“ – „Prophezeiung“: Ein Musikalisches und emotionales Kraftpaket!

Das Münsteraner Quartett „Burn“ war in den letzten 2 Jahren in seiner Kreativschmiede am werkeln, um seinen Fans und Musikliebhabern ein neues Werk zu kredenzen. „Prophezeiung“ lautet der ehrwürdige Titel der 2009 gegründeten Band. Seit dem Bestehen der Band konnte diese schon einige Auftritte auf namenhaften Festivals, wie dem Wave – Gotik – Treffen, dem Blackfield oder dem Hexentanz Festival, für sich verbuchen. Auch spricht der Einstieg des Albums auf Platz 10 der Deutschen Album Charts eine eindeutige Sprache. Aber lest selbst…….

Picture by „Burn“

Schon bei den ersten Klängen des Album – Opener „Inferno“ wird klar, die Band „Burn“ ist ihrem Stil des Dark Rock / Dark Wave auch bei diesem Album treu geblieben. Satte und dominante Gitarrenriffs, gemischt mit klassischen Elementen, prägen diesen Silberling. „Prophezeiung“ ist nicht nur ein musikalisches, sondern auch ein emotional starkes Album. „Echo Im Nichts“, sowie „Der Schwarze Kreis“ lassen daran keinen Zweifel. Beides beständige Songs zum „warm werden“. Mit „Seelenfresser“ drehen die Musiker aus Münster, um Frontmann Felix Friberg, dann richtig auf. Ein bissiger Text darf da natürlich nicht fehlen. Wird auch prompt geliefert. 😉 Frisch durchgelüftet und neu verföhnt geht es dann mit „Absinth“ in stilleres Fahrwasser. Nach dem starken Auftakt zeigen die Vier aus Münster stammenden Musiker, dass sie auch in den leisen Passagen nicht minder stark sind. Ein Text der unter die Haut geht, ein musikalisches Zusammenspiel, wie ein freier Fall in die Unendlichkeit. Ein Titel voller Hingabe. Diese „Hingabe“ hat die Band in all ihren Jahren begleitet. Sie sind daher ihrem Stil, der dieser Band übrigens wie auf den Leib geschneidert ist, treu geblieben. Doch wo man gerade im 7. Himmel zu schweben scheint, holen einen plötzlich Titel wie „Erleuchtet“, „Lazarus“ & „Chrom“ wieder knallhart auf den Scheffel der Realität zurück. Bei „Sie Kommen!“ wird das Chaos unserer Gesellschaft ins Licht gezogen. Hätte man vielleicht im ersten Moment nicht erwartet, da sich die Vorgänger textlich mehr im persönlich – emotionalen Bereich bewegten. Etwas, was für die Vielseitigkeit und den Mut der Musiker, Grenzen zu überschreiten, spricht. Der Titelsong des gleichnamigen Albums „Prophezeiung“ kommt mit Rabengeschrei zu Beginn ungewöhnlich düster daher. „Prophezeiung“ bringt einen Hauch „Apokalypse“ mit sich. Obwohl dies ein eher ruhiger Song ist, scheint er wie ein Damoklesschwert über allem zu schweben, seinem Namen würdig. Aber wer will schon in Volkstrauer verfallen? Mit „Rot“ wird zum eleganten Hüftschwung geladen. Wer denkt, mit „Der Duft Der Zeit“ wird noch eine Abschlussrakete gezündet, wird überrascht sein. „Der Duft Der Zeit“ erscheint anmutig, da ein Hauch Epik mit ihm schwingt. Er beginnt mit einem Orchester-Intro, welches sich weit bis in den Song hinein erstreckt. Während der Hörer dieses Zusammenspiel mit allen Sinnen genießt, entführt Sänger Felix Friberg dann letzten Endes den Hörer und nimmt ihn mit auf die eigene Reise der Band.

Natürlich haben wir einen kleinen Vermerk am Rande: man kann mit ruhigem Gewissen sagen, dass dieses Album ein weiteres Highlight auf dem Musikmarkt ist. Die Alben, die in den letzten Monaten und Wochen das Licht der Welt erblickten, spielen alle auf einem sehr hohen Level. Die Band „Burn“ fügt sich mit „Prophezeiung“ nahtlos dort ein. Die musikalische Ausgewogenheit auf dem Album, sowie der Stil des Dark Wave / Goth Rock, dürften vielen Hörern zusagen. Kein Trash, kein Kitsch, dafür ehrliche und handgemachte Musik. Dieses Album bietet für jede Lebenslage etwas. Knapp eine Stunde purer Musikgenuss wird dem Hörer geboten. 😉 Die Band „Burn“ ist in diesem Jahr noch einige Male auf Tour. Es lohnt sich einfach unverbindlich vorbeizuschauen.

Was, wie, wann und wo findet ihr hier

-> https://www.facebook.com/burnmusicdotde/app/123966167614127/

Hier geht es zum Plattendealer eures Vertrauens!

-> http://www.burn-shop.de

Auch über einen Besuch bei Facebook freuen sich die Jungs 😉

-> https://www.facebook.com/burnmusicdotde/

 

„Vlad In Tears“ @ Benefiz Festival 2018 Kulttempel Oberhausen

Vlad In Tears
Vlad In Tears
Vlad In Tears
Vlad In Tears
Vlad In Tears
Vlad In Tears
Vlad In Tears
Vlad In Tears
Vlad In Tears
Vlad In Tears
Vlad In Tears
Vlad In Tears
Vlad In Tears
Vlad In Tears
Vlad In Tears
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Still Patient
Vlad In Tears
Vlad In Tears
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Vlad In Tears
Vlad In Tears

„Schwarzschild“ @ Benefiz Festival 2018 Kulttempel Oberhausen

Schwarzschild
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„Sariola“ @ Benefiz Festival 2018 Kulttempel Oberhausen

Sariola
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„All The Ashes“ @ Benefiz Festival 2018 Kulttempel Oberhausen

All The Ashes
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All The Ashes
All The Ashes
All The Ashes
All The Ashes
All The Ashes
All The Ashes
All The Ashes
All The Ashes
All The Ashes
All The Ashes
All The Ashes
All The Ashes
All The Ashes
All The Ashes
All The Ashes
All The Ashes
All The Ashes
All The Ashes

„Unter Wölfen“ – Back To The Roots im „Mystigma – Stil“

Es gibt etwas neues aus der Osnabrücker Kreativ-Schmiede: Die Jungs von „Mystigma“ haben einen neuen Silberling am Start. „Unter Wölfen“ heißt das gute Stück, welches definitiv eine empfehlenswerte Bereicherung für jeden gut sortierten Plattenladen ist. Da uns das Album von vorn bis hinten komplett in den Bann gezogen hat, haben wir unsere Eindrücke kurz zusammen gefasst.

„Geschrieben In Blut“ ist der Opener des Albums und hier wird sehr deutlich, dass dieses Gesamtkunstwerk sich deutlich von den Vorgängeralben abhebt. „Weißt Du, dass es für mich Erfüllung ist Dich zu sehen, wenn du am Boden bist?“ heißt es in einer Textpassage. Diese lässt unweigerlich darauf schließen, dass „Mystigma“ ihrem altbewährten Stil, der sozial- und gesellschaftskritischen Texte, treu geblieben sind.

Untermalt wird dies, wie auch im nachfolgenden Titel „Koma“, durch ungewohnt brettharte Gitarrenwände. Es sei an dieser Stelle zu erwähnen, dass bei den Titeln „Koma“, „Hydra“ und Desdemona“, kein geringerer als Cellist Benni Cellini, von der Band „Letzte Instanz“, einen erheblichen Beitrag zur Perfektion des Albums „Unter Wölfen“ geleistet hat. Dieses Album steckt voller Mystik, welches durch die zauberhaften Klänge des Chello’s entfesselt wurden. Bei „Dreh Dich Um“, „Kriegsspuren“ und „Leere Worte“ begeben wir uns auf eine Reise in die Vergangenheit. Die gute alte Zeit des Goth Rock/Dark Wave erwacht hier zu neuer Blüte. Diese Musik hat eine ganze Ära geprägt. Viele fühlen sich bis

Jörg Bäumer @ Black Castle Festival 2018

heute noch mit diesem Lebensgefühl verbunden. Der Band „Mystigma“ ist es gelungen, diesen Zeitgeist in ihr eigenes persönliches Gewand zu kleiden. Nicht nur die Band, auch der Zuhörer geht hier vollends in der Musik auf und ergibt sich der nostalgischen und düsteren Stimmung, die diesem Album inne wohnt. Gerade bei den Songs „Leere Worte“ und „Verlorene Zeit“, zwei dunkelromantische Balladen, kann man sich ohne Umschweife fallen lassen. Auch die Synthies in den Songs „Neptun’s Mond“ und dem Albumtitel „Unter Wölfen“ erinnern an die Anfänge der Szene. Klassischer Oldschool Dark Rock, der im Refrain und im späteren Verlauf mit enorm viel Druck überrascht. Live wird die Band, sowie die Zuschauer, diese Titel als sehr intensiv empfinden.

Stephan Richter @ Black Castle Festival 2018

„Superbia“ und „Colonia Dignidad“ überraschen mit einem schon nicht überhörbaren Drift zum Dark Metal. Auch hier trifft die ungeschönte Wahrheit der Texte die Zuhörer ohne Umschweife mitten ins Mark. Dies ist eine der Stärken von Frontmann Torsten Bäumer, die er sich über die Jahre bewahrt hat.

Kurz und knapp: Wie schon oben erwähnt, hebt sich dieses Album „Unter Wölfen“ sehr deutlich von den Alben, die die Band „Mystigma“ bis dato auf den Markt gebracht hat ab. Die Truppe um Frontmann Torsten Bäumer hat in allen Bereichen zugelegt. Die Gitarren sind aggressiver und gegenwärtiger denn je. Bei diesem Album in der Zeit zurück zu gehen und sich auf den klassischen Oldschool Rock und Dark Wave zu konzentrieren, war definitiv eine richtige Entscheidung.

Dieses Gewand ist der Band förmlich auf den Leib geschneidert. Das Lebensgefühl „Zu Hause zu sein“ oder „Angekommen zu sein“, frei von Monotonie, erlebt der Zuhörer, sowie die Band auf ihre ganz eigene Art und Weise. Mitunter ein Qualitätsmerkmal der Platte. „Mystigma“ sind eben auch nach all den Jahren im Musikgeschäft frei im Geiste und in der Musik. Schubladen gehören eben in den Schrank! So wurde in dieses Album während des ganzen Entstehungsprozesses eine Menge Herzblut gesteckt. Daher ist „Unter Wölfen“ ein harmonisches Album der alten und neuen Schule, auf welches man sich sehr gut einlassen kann.

Picture by „Mystigma & „Mia Mane“

More Tourdates coming soon 😉  Schaut ihr hier -> https://www.facebook.com/pg/MYSTIGMA.OFFICIAL/events/?ref=page_internal

Zu dem Silberling geht es hier entlang 😉 -> https://timezonerecords.lnk.to/UnterWoelfen

Eine Reise durch die Zeit: Mystigma im Interview Part II

Nun ist es soweit: „Unter Wölfen“, das neue Herzstück der Band „Mystigma“, ist zum Leben erwacht. Von den Melodien und den Texten her ein sehr facettenreiches und kraftvolles Album, welches die 4 Osnabrücker in ihrem eigenen Studio geschmiedet haben. Den Musikern ist es trotz der Wucht von „Unter Wölfen“ wieder einmal gelungen, neue Wege in ihrem ganz eigenen, persönlichen Stil zu gehen. Die Dark Rocker um Frontmann Torsten Bäumer haben hierfür sogar einen Schritt in die Vergangenheit gewagt. Sie haben die  klassischen Elemente des guten Old School Dark Rock/Dark Wave, mit einer noch nie da gewesenen Metal – lastigen Härte, harmonisch vereint! Die Musiker lassen dabei die „gute alte Zeit“ wieder aufleben und das damit verbundene Lebensgefühl. Der Hörer kann sich vollends diesem Album hingeben, da es von zeitloser Schönheit ist. Daher ist der Silberling eine echte Bereicherung für jeden gut sortierten Plattenladen, USB – Stick oder sonstigen Speicherträger 😉

Die Produktion eines neuen Albums ist immer eine besondere Zeit für jeden Musiker. Stellvertretend für die Band „Mystigma“, haben uns daher Torsten und Jörg Bäumer einen kleinen Einblick in diese Entstehungsphase gewährt. Aber lest  selbst, in dem zweiten Teil unseres umfangreichen Interviews ….. 😉

 

Wie empfandet ihr die Arbeit bzw. die Entstehung eures aktuellen Albums?

Torsten:

Als sehr relaxt, zugleich intensiv. Dadurch bedingt, dass wir mittlerweile ein eigenes Studio besitzen, konnten wir entspannt und konzentriert an die Sache herangehen, ohne auf Terminabsprachen mit Produzenten angewiesen zu sein. Es ist einfach ein immenser Vorteil, genau dann aufnehmen zu können, wann man es möchte und in der richtigen Stimmung dafür ist. Und sei es nachts um 3 Uhr. Für den Mix und das Mastering haben wir diesmal auch etwas neues probieren wollen und haben mit Dennis Mikus in seinem Horrisonus Studio in Witten genau den richtigen Mann gefunden, der dafür gesorgt hat, dass die Songs zugleich härter und wuchtiger aber auch atmosphärischer und wärmer klingen als alles was wir bisher gemacht haben. (Dass die Songs genau so klingen, wie wir es wollten)

Jörg:

Die Entstehung und auch der gesammte Aufnahmeprozess gestaltete sich recht entspannt und durchaus harmonisch, was ja nicht immer selbstverständlich ist. Wir wussten von Anfang an was wir wollten und waren entsprechend fokussiert. Ein großer kreativer und zeitlicher Spielraum kam uns diesmal entgegen.

Gibt es eigentlich ein Patent – Rezept um sich selber ein wenig den Druck und den Stress bei der Produktion eines neuen Albums zu nehmen?

Jörg:

Da geht sicher jeder unterschiedlich mit um. Aber wir hatten nicht so viel Druck und Stress, bzw. haben wir uns den nicht gemacht, denn das ist nicht immer förderlich wenn was gutes entstehen soll. Ich denke, dass es grundsätzlich immer gut ist, getätigte Aufnahmen eine Weile ruhen zu lassen um dann mit frischen Ohren noch mal ran zu gehen. Wenn es dann noch gut klingt, kann es oft so bleiben. Ferner ist eine gute Vorbereitung extrem wichtig. Im Vorfeld zu wissen, was man möchte, wie alles klingen soll, erspart einem im finalen Recordingprozess eine Menge Zeit und Nerven.

Kommt Ihr euch bei der Entstehung eines neuen Albums schon mal Ideen – technisch in die Quere?

Jörg:

Ja, das kann schon passieren. Die Musik ist eher mein Ding, bei den Vocals arbeiten wir aber nicht selten zusammen, da kollidieren schon mal unterschiedliche Vorstellungen von der Umsetzung. Das geschieht aber alles im Rahmen und ist ein notwendiger Teil des kreativen Prozesses.

Torsten Bäumer (Vocals) – Picture by „Mia Mane“

Wer von euch ist in dieser Hinsicht (wenn überhaupt) „The Brain“?

Jörg:

Wie bereits erwähnt gibt es bei uns die Aufteilung, das ich die Musik schreibe und Torsten für die Lyrics zuständig ist. Wir ergänzen und reflektieren uns gegenseitig ganz gut.

Habt ihr keine Angst vot „Schreibblockaden“ bzw. gab es so etwas in der Vergangenheit schon einmal?

Torsten:

Natürlich gibt es Phasen, in denen die Ideen nicht so fließen wie gewünscht und mir persönlich die Texte nicht so einfach von der Hand gehen. Gerade wenn es im Privatleben eher etwas stressig zugeht ist das bei mir der Fall. Ich benötige für einen guten Text Ruhe und Zeit, um mich in eine Thematik fallen lassen zu können.

Wie holt ihr euch aus diesem „kreativen Tief“ in dem Moment wieder heraus?

Torsten:

Ein Patentrezept habe ich nicht, ich warte einfach, bis die Ideen wieder fließen. Zumeist ist das zum Glück sehr schnell der Fall. Manchmal hilft schon ein interessanter Film oder der Genuss einiger Gläser Rotwein (Ha Ha).

Jörg:

Die Ideen kommen und gehen. Der entscheidende Punkt ist, das aus den Ideen auch vernünftige Songs entstehen müssen. Ein Riff oder ein Loop bilden ja oft nur eine Sequenz aus dem etwas ganzes entstehen muss. Diesbzgl. merke ich schon, das es im laufe der Jahre nicht leichter wird. Unser Ziel ist ja, das die neuen Sachen immer besser sind als die alten. Wenn man schon so ein paar Sachen geschrieben hat, dann steigt natürlich der eigene Anspruch, da muss man sich schon reinknien.

Was ist eher da – Musik oder Text?

Torsten:

Die Musik ist fast immer zuerst da. Ich bekomme die Songs von Jörg und darauf baue ich dann den Text und die Gesangsmelodien auf. Manchmal entwerfen wir aber auch zusammen die Gesangsmelodien und ich schreibe daraufhin den Text.

Welche Inspirationen sind generell der Motor eurer Kreativität?

Torsten:

Jörg Bäumer (Guitars/Keyboards) – Picture by „Mia Mane“

Bzgl. der Texte auf jeden Fall das Leben mit all seinen Höhen und Tiefen bzw. der Mensch an sich mit all seinen Abgründen, der mich inspiriert. Aber auch ein guter Film oder ein gutes Buch können sehr inspirirend sein.

Jörg:

Ich kann für mich in den meisten Fällen tatsächlich keine besondere Inspiration nennen. Irgendwie ist in mir ständig etwas, was sozusagen raus muss. Nicht selten entwickeln sich durch das gedankenlose „klimpern“ auf der Gitarre oder der Klaviatur geile Ideen, an denen es sich lohnt weiterzuarbeiten. Einer unserer neuen Songs „Colonia Dignidad“ bildet da allerdings ein wenig eine Ausnahme, da ich mich hier von der morbiden Thematik habe inspirieren lassen. Demtentsprechend klingt der Song dann auch recht heftig und vielleicht für einige Hörerinnen und Hörer auch schwer verdaulich. Für mich allerdings einer der Highlights von „Unter Wölfen“.

Eure Texte und Melodien sind sehr melodisch und eindringlich – hinter jedem Stück steckt eine wahre Geschichte. Ist es dir Torsten z.B. schon mal passiert, dass dich dieses Melodische, diese Tragik überrollt und es in dem Moment auch wie eine Art „Befreiungsschlag“ fungiert?

Torsten:

Als Sänger versuche ich natürlich schon so viele Emotionen wie möglich zu verarbeiten bzw. diese in den Gesang zu legen und dann auf die Bühne zu transportieren. Im Idealfall ist dieses Unterfangen dann mit einer eindringlichen Melodie verbunden und erzeugt auch beim Hörer Emotionen und er findet sich vielleicht darin wieder und geht in der Musik auf. Zumindest ist das meine Intention.

Jörg:

Mag sein, dass das dann auch eine befreiende Wirkung hat, ich habe mir darüber ehrlich gesagt noch nicht so viele Gedanken gemacht. Nach erfolgreichen Konzerten fühle ich mich aber immer ziemlich wohl, von daher ist da sicherlich was dran.

Stephan Richter (Bass) – Picture by „Mia Mane“

Die Band „Die Ärzte“ hat damals mit ihrem Titel „Schrei Nach Liebe“ eine derbe  Keule gegenüber Rechtsextremismus raus gehauen. Ihr selber seid auch häufig auf Veranstaltungen gegen Rechtsextremismus und Gewalt anzutreffen.

Wie ist eure Meinung dazu solch brisante politische Themen in Songs zu verarbeiten und diese auch offen anzusprechen?

Torsten:

Wir verabscheuen Rassismus und Fremdenhass. „Schrei Nach Liebe“ war und ist ein großartiges Statement gegen Rassismus. In unseren Texten spielt die politische Keule aber so gut wie keine Rolle, zumindest nicht in der Form, wie es „Die Ärzte“ z.B. gemacht haben. Ich bin einfach der Meinung, dass andere Themen besser zu unserer Musik passen. Allerdings haben einige Texte auf dem neuen Album eine verstärkt gesellschaftskritische Note.

In Hinblick auf die Geschehnisse in der Vergangenheit; schwingt bei euch ein klein wenig die Angst mit, beim Besuch oder Auftritt auf einem Festival und wenn, wie geht ihr damit um?

Torsten:

Ehrlich gesagt überhaupt nicht! Wir haben keine Angst vor irgendetwas und lassen uns aufgrund schrecklicher Geschehnisse in der Vergangenheit ganz bestimmt nicht einschüchtern. Das ist es doch nur, was gewisse Menschen wollen und den Gefallen tun wir ihnen ganz bestimmt nicht.

Gibt es in diesem Sinne nach all den Jahren so etwas wie Routine?

Torsten:

Ich für meine Person empfinde keine Routine. Jeder Auftritt, jeder neue Song, jedes neue Album birgt eine neue spannende Erfahrung und Herausfoderung und wenn ich ehrlich bin, spüre ich nach wie vor vor jedem Auftritt eine gewisse Anspannung.

Jörg:

Routine in dem Sinne, dass die Abläufe voher oft die gleichen sind. Aufbauen, Soundcheck, Essen, umziehen ect. das ist oft gleich. Aber jedes Konzert ist anders, man weiß nie was einen erwartet. Um die Anspannung zu lösen, albern wir manchmal herum und reden dummes Zeug.

Malte Hagedorn (Drums) – Picture by „Mia Mane“

Habt ihr ein festes Ritual, welches ihr vor jedem Auftritt gemeinsam bestreitet?

Jörg:

Früher haben wir vorher immer einen Schnaps zusammen getrunken. Das ist irgendwie eingeschlafen. Ich werde mal vorschlagen, das wir das wieder einführen.

Gibt es noch ein Highlight oder Herzenswunsch, mit welcher Band oder wo ihr gerne einmal oder noch einmal spielen möchtet?

Jörg:

Nach 13 Jahren Abstinenz waren wir in diesem Jahr wieder beim WGT, dies darf sich gerne wiederholen. Ansonsten spielen wir natürlich gerne auf solchen Festivals, wo wir glauben, möglichst viele Besucher mit unserer Art von Musik ansprechen zu können. Dazu gehört sicherlich auch das M’era Luna, da waren wir noch nicht. Was die Bands angeht ist es allerdings nicht so, das wir sagen, wir müssen und wollen mit dieser einen Band unbedingt spielen, weil wir Fans oder so sind. Wir sind ja nun auch schon einige Jahre unterwegs und haben auf und hinter der Bühne so manche Band erlebt. Da gilt, je bekannter und professioneller die Bands, desto besser für alle Beteiligten. Wenn noch eine musikalische Nähe dazu kommt, sind wir glücklich.

Hand aufs Herz: welche Gigs sind euch sympathischer – großes Festival oder kleine gesellige Runde im Club?

Torsten:

Ich persönlich mag beides sehr gerne. Wir haben sowohl bei großen Festivals als auch in kleiner „Wohnzimmerrunde“ schon sehr coole Konzerte und Erlebnisse gehabt.

Jörg:

Die großen Festivals sind meist immer super organisiert. Alle Beteiligten wissen, worauf es ankommt, die Technik stimmt und man muss niemanden groß etwas sagen. Bei den kleinen Gigs ist die Atmosphäre dafür intimer, die Leute stehen näher und kommen nach dem Gig immer sofort auf einen zu, das ist auch immer schön.

 

Was für ein persönliches und sehr erfrischendes Interview! Das Team von Bat – Things bedankt sich recht herzlich für das Interview und für die schöne Zeit – es gab viel zu lachen 😉 Gemeinsam freuen wir uns auf die anstehende Tour!! Dazu schaut ganz einfach mal hier vorbei -> http://www.mystigma.de/

Picture by „Mia Mane“ & „Mystigma“

Zum neuen Album geht es hier entlang 😉 -> https://timezonerecords.lnk.to/UnterWoelfen

An dieser Stelle ein großes Dankeschön an „Mia Mane“ für die, für sich selbst sprechenden, fotografischen Kunstwerke und die gute Zusammenarbeit! Es lohnt sich dieser großartigen Künstlerin auf Facebook einen Besuch abzustatten 😉

https://www.facebook.com/miamanephotography/?ref=settings